Warum komm ich mit meiner Katze nicht zurecht?
Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Kätzchen ins Haus geholt. Ich hab lange darüber nachgedacht und alles gründlich vorbereitet. Ich hab bereits viel Erfahrung in der Katzenhaltung (bin mit ihnen aufgewachsen und es waren immer mindestens drei Katzen auf dem Hof, die regelmäßig für Nachwuchs sorgten).
Der kleinen Katze geht es bei mir wohl recht gut. Sie tobt und frisst ganz normal und ist schon nach einem Tag sehr zutraulich geworden.
Aber mir geht es nicht gut. Ich kann nichts essen, nicht richtig schlafen, bin den ganzen Tag unruhig und fang wegen jeder Kleinigkeit an zu heulen. Vor allem kann ich an nichts anderes denken, als die Katze wieder abzugeben und ich weiß beim besten Willen nicht, warum. Ich hab mich wirklich auf die Katze gefreut und weiß wirklich nicht, was ich jetzt tun soll.
Kann mir da jemand einen guten Rat geben?
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Dein Problem hat nichts mit der Katze zutun, dein Problem liegt ganz woanders….
hm… das ist natürlich für einen aussenstehenden schwer zu beurteilen woran das liegt… frag dich mal, warum du dir diese mietze überhaupt angeschafft hast, wolltest du sie wirklich?? oder machst du dir zuviele sorgen, dass ihr was passieren könnte? oder bist du das alleine leben so gewohnt, dass es dich einfach stresst, auf etwas achtgeben zu müssen?
nach einer allergie oder einer körperlichen reaktion klingt das auf jeden fall nicht, eher einfach wie eine tiefe, innerliche abneigung…
mfg und alles gute
Katzen können gegen menschliche Depressionen helfen..können…
aber einen Arzt/Psychater ersetzen sie nicht,,,;
ich war vor langer zeit in einer ähnlichen situation wie du. ich hatte lange den wunsch nach einer katze. dann habe ich alles vorbereitet und eine katze aus dem tierheim bei mir aufgenommen. die katze war so gesehen wirklich toll. (am anfang etwas verstört, aber sie hat relativ schnell vertrauen zu mir gefasst, was mich auch wirklich gefreut hat)
und irgendwann hatte ich einen wiederwillen, wenn ich sie versorgen musste. natürlich hab ich es gemacht, ich hab sie gefüttert und ihr klo sauber gemacht und sie hat auch streicheleinheiten bekommen. ich habe bemerkt, dass ich einfach nicht mit dieser katze zusammen passe. irgendwie hat die chemie nicht gestimmt…. ich kann es schwer erklären. ich konnte sie nicht zurück ins tierheim bringen, dafür war mein mitleid zu groß (sie war von einem versuchslabor und ich wollte nicht, dass sie wieder in eine enge box eingesperrt wird). also habe ich sie immer weiter versorgt und mir beste mühe gegeben, damit es ihr an nichts fehlt.
durch zufall konnte ich die katze irgendwann weitergeben. mich hat jemand nach dem nächsten tierheim gefragt, weil diese leute wieder eine katze wollten. sie haben dann meine mitgenommen. ich weiß jetzt, dass es ihr gut geht, dass sie ein schönes leben führen kann, dass sie geliebt wird und dass sie versorgt wird. die neuen besitzer können ihr mehr bieten als ich, denn sie versorgen die katze mit herz. ich habe das nurnoch mit wiederwillen gemacht.
versuch deine katze weiterzugeben, jemand der glücklich mit seinem tier ist, dann ist auch deine katze glücklich und kann ein zufriedenes leben führen.
mir hat es gut getan, die katze abzugeben. ich war froh um meine wiedergewonnene freiheit und ich war froh, dass es der katze jetzt besser geht als bei mir.
Sowas gibts. Menschen, denen es nur „gut geht“, wenn es anderen schlecht geht.
weil du dich nicht mit tieren auskennst
Du hast offenbar ein persönliches Problem. das hat mit der Katze garnix zu tun.
Aber vielleicht hattest du schon vorher Depressionen und dachtest, alles hört auf, sobald die Katze da ist. Das war dann natürlich Quatsch.
Jetzt im November neigen sehr viele Menschen zu depressiven Verstimmungen, manchmal auch zu richtigen Depressionen.
Johanniskraut kann etwas helfen, versuch das mal. Außerdem möglichst viel Licht.
Oder geh zu einem Therapeuten.
Wenn du jetzt doch keine Katze haben willst, such ihr eben eine neue Heimat.
Solche gibts halt leider auch – erstmal haben wollen, dann nicht zurechtkommen. Naja. Armes Katzenkind. Das braucht eigentlich selbst Schutz und Hilfe.
Auf „Höfen“ geht man bisweilen sehr ruppig mit Katzen um, das ist nicht unbedingt eine Referenz dafür, daß du Katzen kennst oder mit ihnen wirklich etwas anfangen kannst.
Gib die Katze in gute Hände.
Du hast ein psychisches Problem und die Katze fördert es mit ihrer (zufälligen) Anwesenheit.
Was bei dir los ist, kann man von hier aus nicht sagen. Ich vermute aber, dass es mit dem plötzlichen Bewusstwerden deiner Verantwortung einem einzelnen Tier gegenüber zu tun hat.
Und mit dem Problem von Verantwortung überhaupt.
Denn was deine Katzenerfahrung betrifft: Wenn auf einem Bauernhof die Katzen so gehalten werden, dass man sie nicht sterilisiert und sie dauernd Junge haben, so spricht das gegen jede verantwortliche Haltung. Es gibt zwar in Deutschland inzwischen moderne Höfe, die anders handeln, doch sie sind bei weitem noch immer in der Minderzahl.
Hier auf den Kanaren gibt es sie gar nicht.
Benjamina (Psychotherapeutin/ nehme seit 16 Jahren Streunertiere auf/ Kanaren)