Wie erleichtere ich einem neuen Pferd das Eingewöhnen?
Am Samstag ist es endlich so weit: Mein erstes eigenes Pferd kommt.
Ich freu mich so und mache mir natürlich wahnsinnig viele Gedanken.
Ich denke nicht, dass ich ihn Samstag schon reiten werde – schließlich hat er einen Transport hinter sich und muss genug verdauen.
Jetzt wäre ich Euch für ein paar gute Tipps einfach dankbar.
Wie es gehalten wird?
Er bekommt eine Außenbox mit Blick auf einen der 3 Außenreitplätze. Rechts ein Nachbar, links ein Nachbar. Kontakt durch die Gitterstäbe.
Wir haben Paddocks und Weiden und es gibt die Möglichkeit, innerhalb einer Weidegemeinschaft ein paar Stunden pro Tag auf die Weide stellen zu lassen, oder aber sich mit 2,3 anderen Privaten abzusprechen und Nachmittags gemeinsam rauszustellen. Es gibt ein Halle, ein schönes Ausreitrevier, eine Longierhalle und eine Führmaschine. Gefüttert wird 3 mal am Tag und jeweils eine halbe Stunde vorher gibt es Heu.
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Vielleicht einfach schön putzen und ein paar Leckerlis, nachdem es angekommen ist. Und dann langsam an alles gewöhnen! Viel Glück.
das ist schon mal gut, wenn du nicht gleich drauf sitzen möchtest.
kümmere dich einfach um dein pferd und lasse ihm so viel zeit zum eingewöhnen wie es braucht.
Gehe einfach mal mit ihm spazieren, erkundet gemeinsam die umgebung um schenk ihm dein vertrauen.
Dann wird das bestimmt ganz schnell was 🙂
Hallo Binei,
in Deiner anderen Frage habe ich gelesen dass das Pferd neun Jahre alt ist und schon bisher als Turnierpferd eingesetzt wurde. Daher wird der Transport sicherlich nicht so dramatisch sein für das Tier, schließlich ist er ja schon ein bisschen rumgekommen. Trotzdem würde ich ihn am selben Tag nicht mehr reiten, da hast Du schon recht. Lass ihn am besten in Ruhe, nimm ihn vielleicht nur mal zum Putzen raus.
Am nächsten Tag plane richtig viel Zeit ein damit ihr Euch kennenlernen könnt. Zeig ihm die Reitanlage, vielleicht erwischst Du auch eine Zeit wo noch nicht viel Betrieb ist und Du kannst ihn auch zwei Runden in der Reithalle führen (falls vorhanden). Wenn er sich das alles angeguckt hat, steht dem ersten Ritt auf dem eigenen Pferd nichts im Wege.
Hallo Binei,
erst mal Glückwunsch zum eigenen Pferd, ich hoffe, ihr werdet ein gutes Team werden und viele Jahre Spass miteinander haben.
Die Gewöhnung an einen neuen Stall dauert einige Wochen und in der Zeit solltest Du Dein Pferd im Auge behalten und auf Anzeichen von Stress oder Unwohlsein achten. Frisst und säuft es richtig? Schläft es genug? Hat es feste Äpfel oder Durchfall usw.
Interessant wäre zu wissen, wie das Pferd gehalten wird. Soll es in eine neue Herde integriert werden? Hier ist immer ein bisschen Vorsicht beboten. In den ersten Tagen solltest Du das Pferd so unterbringen, dass es mit seinen neuen Kumpels über eine Abtrennung Kontakt aufnehmen kann, sie sich aber nicht gegenseitig verletzen können. Wenn ihr sie nach ein paar Tagen zum ersten Mal zusammen lasst am besten morgens, dann hat das Pferd den ganzen Tag Zeit, sich im Hellen in seiner neuen Umgebung zurecht zu finden. Ausserdem lassen sich die Pferde dann oft gerne vom frischen Gras verführen und gängeln den Neuen nicht allzu sehr. Wie stressig das ganze abläuft hängt viel vom Sozialverhalten Deines Pferdes und dem der anderen ab.
In den ersten vier Wochen kann sich an der Rangordnung immer mal was ändern, es kann auch kleinere Verletzungen geben. Richtig integriert und an seinem Platz etabliert ist ein Pferd nach etwa 3 Monaten.
Ich hoffe, dass alles reibungslos läuft und Dein Pferd sich gut in seiner neuen Heimat einleben wird. Reiten würde ich an diesem Wochenende noch nicht, aber viel Zeit mit dem Pferd am Boden verbringen. Ausgiebiges Putzen und spazieren gehen, damit es die Umgebung kennenlernt, sind da für den Einstieg und zum Kennenlernen besser.
ich habe festgestellt, dass neue Pferde am besten immer erst mal Ruhe brauchen. Am ersten Tag müssen sie die neue Box verkraften, neue Boxnachbarn, neue Gerüche, einen anderen Ausblick und andere Geräusche.
Ich würde ihn auf keinen Fall wer weiß nicht wieviel rumführen.
Er braucht auch kein Hofsightseeing und muss auch nicht wie ein Hündchen überall hin mit.
Ich würde ihn ein wenig betüddeln. mit Möhren und Äpfeln verwöhnen und mich in seiner Nähe aufhalten. Dann kennt er Dich schon ein wenig, wenn Du am nächsten Tag wiederkommst.
Du bist dann nämlich die Nette mit den Möhren;-))
Auch Tag 2 wäre bei mir kein Action-Tag.
Ich würde ihn wieder ausreichend betüddeln und ihn ein wenig locker longieren, damit er Bewegung hat und wieder würde ich mich anschließend in der Nähe seiner Box aufhalten.
Tag 3 wäre bei mir der Tag des ersten Reitens. Ich würde ihn mit viel Ruhe putzen, satteln und schließlich lange Schritt reiten und dann mit einem stressfreien Training beginnen.
Egal wie viel Gaffer auch am Rand stehen, würde ich nicht versuchen, nun alles Mögliche zu zeigen oder auszuprobieren, denn dafür habt ihr noch lange, lange Zeit. Locker reiten, flüssig reiten und ihm Zeit geben.
Es spielt dabei keine Rolle wo Du reitest, ob auf dem Platz oder in der Halle. Wähle den Ort, an dem Du Dich wohl fühlst. Das überträgt sich in der regel auf`s Pferd. Scheu Dich auch am Anfang nicht ihn eventuell auszubinden. Du brauchst schließlich Zeit, Dich an vieles zu gewöhnen und hektisch die Birne runterriegeln, nur um es allen zu zeigen, wie schön er am Zügel laufen kann, das bringt es schließlich nicht.
Nehme Unterricht und lass Dir helfen.
Dann wird schon alles gut!
@Webster und Lilly – prima Antworten!
Vor allem Lillys Rat gefällt mir.
So würde ich es auch machen.
Hab Geduld und lasst Euch Zeit.
Verwöhne ihn, aber lass ihm um Himmels Willen nicht alles durchgehen.
Auch Unarten, wie das Schnappen beim Nachgurten, darf und muss man von Anfang an energisch entgegentreten.
Gib ihm Ruhe.
Befasse Dich mit ihm und überstürzte nichts.
Dann wird das schon was!