Warum klopft mein Zwergkaninchen abends mit den Hinterläufen?
Ich habe ein männliches Zwergkaninchen (5 Monate alt). Vor einer Woche habe ich ihn mit seinem Käfig ins Wohnzimmer gestellt,da er dort mehr Auslauf hat.Seitdem ist er nicht mehr zu bremsen.Vor allem am späten abend,wenn ich grade ins Bett gegangen bin.Dann fängt er an mit den Hinterläufen zu klopfen.Ich habe jetzt schon Decken unter den Käfig gelegt,damit das nicht so laut ist (wegen den Nachbarn darunter).Woran kann das denn liegen,dass er immer abends klopft?
Das Problem ist ja noch,er hat ein gebrochenes Vorderpfötchen und darf noch nicht so viel draussen rumturnen.Ich war natürlich beim TA und der meinte,langsam wieder mit Auslauf anfangen.Vielleicht geht es meinem Hoppler einfach nicht schnell genug!
männliche Kanninchen nennt man Rammler – und die wollen rammeln (also Se.x unter Kanninchen haben … und das äußert sich durch das „trommeln“ der Hinterläufe)
also: eine ganz normale Re-/Aktion
Dafür kann es verschiedene Gründe geben:
1. Klopfen stellt im Allgemeinen eine Warnung für die „Mitkaninchen“ dar, wenn Gefahr droht. Vielleicht magt er die neue Umgebung nicht, sie erscheint im eventl nicht sicher genug. Kaninchen sind vorallem dämmerungs- und nachtaktiv, das erklärt wieso er sich gerade dann „reinsteigert“.
2. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass übermäßiges, unbegründetes Klopfen in Richtung Einsamkeit/Langeweile gehen kann:
Ich meine es nur gut, aber man sollte Kaninchen eigentlich auf gar keinen Fall alleine halten. Egal ob du dich nur 2 oder gar 6 Stunden am Tag nur mit dem Tier beschäftigst, du kannst einen Sozialpartner, der immer da ist einfach nicht ersetzen. Vorallem da Kaninchen ja eh lieber nachts (wenn wir Menschen logischerweise schlafen wollen) vermehrt auf den Beinen sind. Auch wenn das nicht der Grund für das Geklopfe ist, in jedem Fall solltest du deinem Kaninchen zuliebe nach einem Partner (besser Partnerin, vorher deinen Herren nicht vergessen kastrieren zu lassen!) Ausschau halten. Zahm werden beide trotzdem, auch wenn jedes Tier da ein bisschen unterschiedlich ist, im Grade der Zahmheit. Dazu kommt noch, weiß aber nicht ob ich dich richtig verstanden habe, dass du ihn ja im Käfig hältst? Ich weiß nicht wie groß der ist, vielleicht hat er aber einfach nur Platzmangel, gerade in diesem jungen Alter, wollen die sich Austoben und Hüpfen und Rumrasen, wenn sie das dann im Käfig versuchen (was ja schlecht geht) vielleicht blöd gegen die Wand schlagen, beim Haken schlagen, klirren die Gitter und vll berunruhigt ihn ja auch das —>Gefahr!—-> Klopfen
Hoffe ich konnte dir ein paar Tipps und Anregungen geben dein Langohr glücklich zu machen und deine Nächte ruhiger:) – wobei ich aber sagen muss, ich habe so viele Kaninchen erlebt, da sind manche einfach auch „Unruhestifter“, die können die perfekte Umgebung haben, und trotzdem nichts als Schabernack im Kopf, inkl. Klopfen bis man meint man dreht durch;)
edit an meinen Vorposter:
sry aber das ist die dümmste Antwort, die ich mir darauf vorstellen kann, das Klopfen hat sowas von nichts mit rammeln zu tun, dass ich echt nur mit dem Kopf schütteln kann
Meine Vorgänger haben mit dem Klopfen recht. Nur eines solltest du auch wissen. Ein Kaninchen hat ein Schablonengedächtnis und sie merken es sich was ihnen angetan wurde. Ein Kaninchen klopft auch wenn es ein Problem zeigen will, z.B. ich muss jetzt pipi und ich mag es hier im Käfig nicht. Es gibt so viele Situationen dafür. Mein Großer der klopft auch wenn er jetzt unbedingt rauswill vom Käfig. Natürlich bei mehreren Hasen ist auch ein Zeichen von Rivalität. Zum Klopfen selber ist es auch so, das man darauf reagieren sollte und den Hasen in den Arm nimmt, streichelt, ihn kurz heraus lässt usw. Viele wissen nicht das ein Klopfen auch das Kaninchen verletzen, gar töten kann. Er kann sich durch den harten Schlag mit den Hinterläufen sogar das Genick brechen. Ist Alles schon passiert. Deswegen wirklich darauf eingehen das dem Kaninchen an nichts fehlt.
schau dir doch bitte mal folgende seite an:
http://www.diebrain.de/k-index.html
dort findest du alles was du über die artgerechte haltung von kaninchen wissen mußt. angefangen von der richtigen unterkunft über die richtige ernährung, beschäftigung, krankheiten und auch über deren verhalten.
dann noch eine bitte. wie du auch auf oben genannter homepage lesen wirst, sind kaninchen sehr soziale tiere, die man auf keinen fall alleine halten darf. kaninchen in einzelhalft werden mit der zeit psychisch krank werden. aus diesem grund ist es z.b. in österreich auch schon gesetzlich verboten diese tiere alleine zu halten. sie leiden sehr darunter und es fälllt unter tierquälerei und man macht sich damit strafbar.
bitte sei so nett und kauf deinem kaninchen so schnell wie möglich einen artgenossen. auch wenn du dich viel mit ihm beschäftigst, ein mensch kann niemals einen artgenossen ersetzen.
lg.
Das ist eine Warnung,bei Gefahr und informiert andere Kaninchen damit,sich in Sicherheit zu bringen.Manchmal bedeutet es auch,laß mich in Ruhe.Das macht mein Kaninchen manchmal.Er ist sehr ängstlich und wenn ich den Käfig reinigen will,dann klopft er energisch,weil er es nicht möchte.Die Anderen,machen es nur,wenn sie abends in den Käfig sollen.Du solltest noch einen Partner anschaffen,denn Deinem Kaninchen,fehlt ein Partner,weil er sich nicht wohlfühlt und klopft,aus protest.
vielleicht machen sie es wie die wüstenrenner, wenn vermeintlich gefahr droht.
Wie einige schon geschrieben haben, tippe auch ich auf Langeweile!
Kaninchen sind nachtaktiv und brauchen gerade da, viel Auslauf!
Generell sollte man sie so halten, dass sie pro Tier rund um die Uhr mind, 2 qm Platz + zusätzlichem Auslauf haben, was kein handelsülicher Käfig bietet, sondern eher ein zusammengestelltest Gehege aus Gehegeteilen mit ausreichend Spiel- und Versteckmöglichkeiten!
Kaninchen sind auch Gruppentiere und sollten niemals allein gehalten werden! Also lass deinen Rammler kastrieren und hol ihm eine passende Dame aus dem Tierheim, damit er sich richtig wohl fühlen kann!
Gute Infos für Kaninchen findest du unter http://www.diebrain.de und http://www.kaninchenforum.com!
Eine Bewegungsstörung der Hinterläufe, die auf den ersten Blick wie eine Lähmung aussieht, muss nicht immer das Todesurteil sein. Man liest ja öfters von Fällen, wo Kaninchen sich plötzlich nicht mehr bewegen können (Verletzung, Unfall, nichts genaues weiß man nicht, …) und oft endet die Sache mit Schlachten oder nach einiger Quälerei mit Einschläfern.
Daher hier mal ein anders endender Bericht.
Ich fand am Freitag abend ein 2 Monate altes Jungtier im Stall, welches ich im ersten Moment für tot hielt. Aber es lebte, konnte nur seine Hinterbeine nicht richtig bewegen.
Ich setzte es auf den Boden. Dort versuchte es sich aufzusetzen, indem es mit den Vorderläufen rückwärts ging, fing an, alles fressbare zu angeln und drehte sich dabei im Kreis. Wenn es umviel, war es hilflos.
Ich setze es in eine Kiste und überlegte, was es haben könnte. Es konnte nicht laufen, war aber auch nicht richtig gelähmt, denn ein wenig bewegte es auch die Hinterbeine. Mein TA erwähnte mal einen Bandwurm, der eine reversible Lähmung verursacht, aber bei einem erst 2 Monate alten Tier und nur bei einem einzigen?
Ein TA, den ich dann am Sa. doch noch erreichen konnte, meinte, ich solle erst mal etwas abwarten, es könnte eine Zerrung oder ein Muskelriß der inneren Oberschenkelmuskulatur sein. So etwas könnte es sich z. B. beim Warnklopfen zugezogen haben. Kaninchen könnten sich sogar durch eigene Muskelkraft die Wirbelsäule brechen. Wieder was neues gelernt
Und siehe da, am Sonntag nachmittag saß es auf der anderen Seite der Kiste und als ich es auf den Boden setzte, fing es unbeholfen an, das Zimmer zu erkunden. Am Montag kam es dann zurück in seinen Stall und ich denke es ist soweit wieder ok.