Sind Wühlmäuse wirklich Schädlinge?
Unser Nachbar moniert ständig, dass ich doch etwas gegen die Wühlmäuse in unserem Garten unternehmen sollte. Aber ehrlich gesagt juckt es mich überhaupt nicht, ob da ein paar Hügel sind oder nicht. Im Gegenteil, mir ist ein Garten mit etwas „Leben“ lieber als ein künstlich mit der Nagelschere gepflegter Rasen.
Gibt es eigentlich noch eine andere Schadwirkung, außer, dass sie gerne buddeln und Pflanzen anfressen?
Es sind nicht die Hügel, Wühlmäuse fressen die Wurzeln der Büsche und Sträucher und bringen diese zum Absterben.
Wühlmäuse sind sehr vermehrungsfreudig.
Also ist es bald auch deiner Nachbarn ein Problem.
Und sie fressen keine Pflanzen an, sondern deren Wurzeln ab.
Es ist selbst Obstbäumen oft dann nicht möglich,
dieses zu überleben.
Ja, sie sind gefährliche Schädlinge, denn betroffene Bäume
können auch bei geringsten Windstoss dann kippen.
Und Menschen, die sich in dem Gebiet des stürzenden Baumes aufhalten töten…….
Ja, Wühlmäuse sind große Schädlinge-aber deiner Beschreibung nach scheint es bei dir ein Maulwurf zu sein,denn der wirft Hügel auf!
Eigentlich nicht, zumindest nicht mehr oder weniger als wir Menschen.
Wühlmäuse fressen überwiegend Pflanzenmaterial, Knollen, Sämereien, junge Triebe, Gräser, Kräuter, etc.
Knollen und Zwiebelgewächse (Tulpen, Zwiebelgewächse, Kartoffeln etc) würden sich normalerweise über Samen verbreiten. Die kann man aber weniger gut vermarkten bzw eine Absterbene Pflanze sieht nicht schön aus im Garten. Also werden die Knollen und Zwiebeln aus der Erde geholt, die eigentlich mit als Nahrungsquelle für Pflanzenfressende Tiere gedacht waren.
Bäume und Sträucher werden verschnitten, und somit ist der „Service“ der Wühlmäuse für einen gesunden Wuchs bei unseren Gartengehölzen auch überflüssig.
Es kommt also auf die Betrachtungsweise an.
Überspitzt kann man sagen, dass sogar Arbeitnehmer „Schädlinge“ sind, da sie dem Arbeitgeber Geld kosten.
Besonders extrem wird es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, da werden „Firmenschädlinge“ ebenfalls bekämpft, wir nennen es „Entlassung“.
Aus Sicht des Arbeitnehmers (stellvertretend für die Feldmaus) ist das unfair, weil er ja loyal gearbeitet hat und er nun um seine (wirtschaftliche) Existenz fürchten muss.
Aus Sicht des Arbeitgebers (stellvertretend für die meisten Menschen) ist es normal, da in Krisenzeiten Personal oft nur Kostenfaktor ist.
Tiere wissen nun mal nicht, dass Menschen Privateigentum beanspruchen und dass für die Nutzung von Nahrungsquellen auf privatem Grund und Boden bitte zuerst die Genehigung des Eigentümers einzuholen ist und/oder ein entsprechendes Entgeld zurückzulassen ist.
Tiere werden – selbst wenn sie arbeiten würden – nicht mit Geld entlohnt und können sich daher auch nicht legal ihr Futter im Supermarkt oder beim Bauern direkt kaufen.
Zudem kommt noch, dass die natürlichen Feinde (Fuchs, Katze, Marder, Iltis, Eule, Greifvögel, …) der Nager immer weniger werden und sie sich daher sehr schnell und erfolgreich vermehren.
Bei einem gesunden Gleichgewicht würde vielleicht nur jede 10. Maus alt genug werden, um für Nachwuchs zu sorgen.
Da die Fressfeinde der Mäuse nun immer weniger werden, hat der Nachwuchs bessere Überlebenschancen und jede 5. Maus schafft es für Nachwuchs zu sorgen.
Die privaten Gärten, wo oftmals noch nicht einmal Nachbars Katze toleriert wird, geht die Zahl der Fressfeinde gegen Null. Das ist ein Schlaraffenland für Wühlmäuse.
Wenn wir Menschen die Wahl hätten zwischen normalen Leben mit dem Stress auf dem Arbeitsplatz und der permanenten Angst um diesen und einer Dauerkarte für ein kostenloses Hotelzimmer mit Vollpension, was würden wir wohl wählen.
Genauso tun es die Tiere, wir sorgen dafür, dass deren Fressfeinde verschwinden und bieten Futter in Massen frei Haus und sehen sie dann als „Schädlinge“ an.
Ist nicht wirklich korrekt – aber ein bequemes und leider allgemein gültiges Denksystem.
Und wenn ein Gesetz entworfen würde, dass selbst nichthumanoide Gartenhelfer für ihre Dienste bezahlt werden müssten, könnte sich kein Mensch mehr Nahrungsmittel oder Gärten leisten.
Honig = Bienenarbeit
Obst = Bienenarbeit
Knollen und Wurzelgemüse = Regenwürmer, die den Boden auflockern sowie abgestorbenes Pflanzenmaterial in Humus umwandeln und Wühlmäuse, die für gesunden Pflanzenwuchs sorgen, wo der Mensch nicht eingreift.
Die Liste könnte ich noch unendlich fortsetzen.
Alles Arbeit, die von uns Menschen nicht wahrgenommen wird und ohne die unsere ganze Landwirtschaft und Ziergartenbewirtschaftung zusammenbrechen würde.
Update:
Wühlmäuse werfen auch Hügel auf. Diese sind jedoch im Vergleich zu Maulwurfshügeln etwas kleiner und ringförmig anstatt in einer Linie angeordnet.
Machmal sollte man sich vorher schlau machen, bevor man falsche Statements abgibt.
Good morning sweet prince !
Dein „Garten“ ist ein Rasen ? Da ist die Wühlmaus kein Schädling.
Wenn sie mir aber, die Wurzeln oder ganze Pflanzen von Gurken, Tomaten, Salat,Zuchini, Kürbis, junge Obstbäume usw. abfressen,ist das ien Schaden für den „Kleingärtner“.
Aldi bietet nächste Woche ein Gerät an das die Schädlinge vertreiben soll. Hoffentlich hilfts.