Kastration schief gelaufen?!?!?!!?
hallo
mein 4jähriges pony wurde letztes jahr kastriert (er war spitzhengst, d.h. ein hoden in bauchhöhle, also klinik teure op mit vollnarkose und bauchhöhle musste aufgeschnitten werden). danach war er noch etwas hengstig, sollte sich laut tierarzt legen. naja und nach ungefähr nen jahr is er dann, als ne rossige stute am nachbarkoppel stand, völlig ausgetickt und hat meine anderen pferde tierarztreif geschlagen (mussten genäht werden). alle haben gesagt, der benimmt sich schlimmer wie ein hengst… also hab ich blutuntersuchung von anderen tierarzt machen lassen. mit folgenden ergebnis: doppelter hormonstand eines hengstes (er benimmt sich auch so). also muss noch ein hoden vorhanden sein. aber mein tierarzt hatte ja die aufgabe einen wallach draus zu machen. hat dann der tierarzt geschlampt??? oder kann sich sowas nachbilden?? wie ist das rechtlich? eigentlich muss der tierarzt doch jetzt umsonst nachbessern?? er hat ja nich meine vorderungen erfüllt?!?
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Hallo,
sowas sollte natürlich nicht einem Arzt passieren, denn du wolltest das er zum Wallach wird und nicht das es noch schlimmer als vorher ist. Deswegen muss er das eig. kostenfrei nachbessern.Denn er hat aufjedenfall geschlampt was seine Arbeit angeht.Ich denke auch mal das soetwas nicht wieder nachwachsen kann oder nachgebildet werden kann.deswegen würde ich an deiner Stelle zu diesem Tierarzt nochmal hinfahren und Ihn drauf ansprechen .
Und gucken was er von dieser sache hält.
Viel Glück und Liebe Grüße
Ist sehr ungewöhnlich, aber wenn er einen Hoden vergessen haben sollte muss er es unentgeltlich nachbessern. Nachbilden tun sich solche Dinge nicht.
Auf alle Fälle sollte er jetzt mal grundlich untersucht werden, denn so etwas habe ich noch nie gehört.
Gruß
Franky
Ich würde in einer Klinik untersuchen lassen, ob das stimmt was der andere Tierarzt gesagt hat.
Dann muß natürlich der erste eine neue OP durchführen – was ich aber dort nicht machen lassen würde.
Erkundige Dich vorher nach der Rechtslage, ob die OP von dem ersten Tierarzt bezahlt werden muß, wenn Du es woanders machen lässt.
Es kann aber auch sein, daß alles in Ordnung ist.
Wenn ein Hengst in dem Alter kastriert wird, behält er oft seine Hengstmanieren.
Hormone werden nicht nur in dem Hoden gebildet sondern auch in:
Zirbeldrüse
Schilddrüse
Nebenschilddrüse
Nebenniere
Langerhanssche Inseln
Insofern muss eine Hormonausschüttung nicht bedeuten das der Hoden noch da ist. Meines Erachtens kann ein Hoden nicht wieder neu wachsen und der Tierarzt müsste schon echt gefuscht haben um eine Kastration nicht hin zu kriegen. Wenn dies allerdings der Fall ist darfst du dein Geld zurück fordern da kein Dienst für das Geld vollbracht wurde.
ich bin nicht sicher, ob die Klinik kostenfrei nachbessern muss, denn eigentlich klären die VOR der OP darüber auf, dass in diesen speziellen Kastrationsfällen ggf. ein dritter Hoden versteckt liegen könnte, der während der OP nicht gefunden wird. Oder, und das ist meistens der Fall, wenn das Gewebe miteinander verklebt ist, fällt die 100%ige Trennung sehr schwer – um das Pferd nicht schwer zu verletzten, wird da sehr vorsichtig operiert. Dann bleibt manchmal Gewebe stehen, was Hormone produziert, aber kein Sperma.
Du müsstest Dich also, ggf. in Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt erkundigen, was die Geschäftsbedingungen der Klinik in solchen Fällen vorsehen.
Ich bin nur recht sicher, dass die für solche Fälle astrein vorgesorgt haben und hier auf das Risiko hingewiesen haben. Wenn Du dann die Einverständniserklärung zur OP unterschrieben hast, trägst DU das Restrisiko.
Das wäre auch so, falls das Pferd während der OP verstirbt. Dieses Risiko übernimmt auch keine Klinik.
Also, suche mal alle Unterlagen zusammen, schau, was Du so unterschrieben hast. Und wenn sich der Sachverhalt für Dich dann nicht klärt, musst Du einen RA aufsuchen.